Ein Stadtteilzentrum für Bahrenfeld? Das sagen Menschen in Bahrenfeld

Du betrachtest gerade Ein Stadtteilzentrum für Bahrenfeld? Das sagen Menschen in Bahrenfeld

Bahrenfeld auf Trab hat in den letzten Wochen eingeladen, an einer Befragung zu einem zukünftigen Stadtteilzentrum in den Quartieren am Volkspark teilzunehmen. Bislang haben sich 59 Menschen aus Bahrenfeld und den angrenzenden Quartieren beteiligt – und ihre Rückmeldungen zeichnen ein sehr klares Bild davon, was dieser neue Ort leisten soll.

Besonders wichtig ist den Teilnehmenden der Erhalt des Grüns. Der Volkspark, die Schrebergärten, die Steenkampsiedlung und die ruhigen Wege rund um die Trabrennbahn werden als wertvolle Rückzugs- und Erholungsräume beschrieben, die unbedingt geschützt werden müssen. Viele äußern die Sorge, dass zusätzlicher Freizeitdruck oder bauliche Verdichtung diese Qualitäten gefährden könnten. Das Stadtteilzentrum soll daher behutsam eingebettet werden und den Charakter des Quartiers respektieren.

Gleichzeitig besteht ein starker Wunsch nach einem offenen, einladenden Ort ohne Konsumzwang. Kein Einkaufsort, keine Ketten, kein Durchkommerzialisieren – sondern ein sozialer, warmherziger Treffpunkt, der Menschen zusammenbringt, ohne dass man etwas kaufen muss. Viele verbinden damit das Bild eines lebendigen, liebevoll gestalteten Hauses, das Vielfalt und Begegnung sichtbar macht.

Bei den gewünschten Angeboten zeigen sich klare Schwerpunkte: Kultur in kleiner und mittlerer Form, eine Stadtteilküche oder ein Café, Werkstätten für Kreatives und Reparaturen, Bewegungsangebote, Räume für Engagement und Treffpunkte für Gruppen und Initiativen. Auch Ideen wie eine moderne Bücherhalle, ein Makerspace, Räume für Jugendliche oder familienfreundliche Angebote tauchen häufig auf und spiegeln die große Bandbreite wider, die ein solches Zentrum abdecken soll.

Die Nähe zur Science City wird grundsätzlich positiv gesehen – allerdings nicht in Form abstrakter Forschung, sondern als Wissenschaft zum Anfassen: verständlich, alltagsnah und dialogorientiert. Science Cafés, Workshops oder gemeinsame Projekte von Studierenden und Nachbarschaft passen gut zu den Erwartungen der Befragten.

In vielen Antworten betonen die Teilnehmenden die Bedeutung von Barrierefreiheit und Inklusion. Gemeint ist nicht nur die bauliche Erreichbarkeit, sondern auch eine soziale Offenheit: Angebote in einfacher Sprache, zugängliche Wege, inklusive Formate und Räume, in denen sich Menschen mit Einschränkungen selbstverständlich bewegen können.

Sehr deutlich wird auch, was unbedingt verhindert werden sollte: sterile Architektur, anonyme Plätze, top-down geplante Konzepte ohne Beteiligung, zu enge Neubauten, einseitige Zielgruppenorientierung, Konsumdruck und fehlende Barrierefreiheit. Das Zentrum soll ein Ort sein, der Wärme und Zugehörigkeit ausstrahlt – nicht ein weiterer austauschbarer Neubau.

Ermutigend ist die große Bereitschaft zum Mitmachen. Fast 80 Prozent können sich vorstellen, selbst bei Projekten aktiv zu werden. Besonders gefragt sind Themen wie Nachbarschaft, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Kultur und Jugend. Viele wünschen sich Räume, in denen man gemeinsam gestalten, lernen, feiern und diskutieren kann.

In der Summe entsteht ein deutliches Zukunftsbild: ein grünes, offenes und sozial orientiertes Stadtteilzentrum, das die Qualitäten Bahrenfelds bewahrt und gleichzeitig neue Möglichkeiten für Begegnung, Lernen und Engagement schafft. 

Wie geht es nun weiter? Zum einen läuft die Befragung noch weiter – machen Sie gerne mit: 
https://survey.lamapoll.de/Stadtteilzentrum-in-der-Science-City-Bahrenfeld

Zum anderen bringen wir die Ergebnisse in die Planung der Quartiere am Volkspark ein. Bahrenfeld auf Trab ist Mitglied einer Stadtteildelegation, die das Bezirksamt Altona in der Konzeption von sozialen Quartiersangeboten in Bahrenfeld berät. Und wir werden die Ergebnisse mit der Politik zu diskutieren. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit den Menschen im Stadtteil weiterzugehen!

Bei Fragen oder Lust, mitzumachen, einfach melden: post@bahrenfeldauftrab.de

Schreibe einen Kommentar